Die neue Ausgabe von „Zeitlose Welt der Briefmarken“ verbindet außergewöhnliche philatelistische Stücke und einen Taler mit historischer Tiefe.
Wir spannen den Bogen von seltenen Ausgaben des I. Weltkriegs über gesuchte Germania-Varianten bis hin zu einem eindrucksvollen Taler aus der Zeit europäischer Umbrüche – der Thronbesteigung Johann II. Fürst von Liechtenstein.
Gesuchte Germania-Rarität: 3 Pfg. ohne Wz. in Braunocker
Eines der beliebtesten Sammelgebiete überhaupt sind die Germania-Marken des Deutschen Reichs. Unter den massenhaft produzierten Marken finden sich nämlich auch einige besonders wertvolle Stücke mit winziger Teilauflage.
So etwa der postfrische 3 Pfg. Wert aus der Serie ohne Wasserzeichen in der seltenen Farb-Variante Braunocker.

Wertvoll & äußerst interessant: Die „Valenciennes“Marke aus dem I. Weltkrieg
Am 25. August 1914 besetzten Deutsche Truppen die Stadt Valenciennes südöstlich von Lille. Da der Postdienst in der Folge zusammenbrach, beantragte der Präsident der Handelskammer bei der Deutschen Militärverwaltung die Einrichtung eines provisorischen Postdienstes für die umliegenden Gebiete.
Binnen weniger Wochen wurde eigens dafür eine 10 C. Marke hergestellt, deren schlechte Zentrierung, raue Zähnung und grober Druck ganz charakteristisch für die eilige Produktion sind. Am Schalter war die Marke allerdings nicht einmal 2 Monate, da sie vom Oberkommando der 6. Armee später verboten wurde. So wurde ein Großteil der übrigen Marken vernichtet und nur wenige überstanden den Krieg schadlos.
Deshalb zählt die „Valenciennes“ heute zu den gesuchtesten Stücken aus dem I. Weltkrieg und wurde folgerichtig im neuen Michel Spezial 2026 aufgewertet.

Liechtenstein Klassiker: 70 Jahre Thronbesteigung Johann II.
Bereits im Alter von 18 Jahren wurde Johann II. 1958 Fürst von Liechtenstein und blieb dies bis zu seinem Tod über 71 Jahre lang. Damit ist er einer der am längsten regierenden Staatsoberhäupter jemals und übertrifft sogar die britische Königin Elisabeth II.
Anlässlich seines 70. Thronjubiläums 1928 wurde ihm zu Ehren eine eigene Briefmarken-Serie mit 8 Werten verausgabt. Die Marken zeigen den Fürsten in jungen Jahren, wie auch im fortgeschrittenen Alter und einwandfrei postfrische Serien sind heute selten.

Niederlage, Exil und Neubeginn: Ein Taler erzählt Geschichte
Dieser seltene Taler erzählt ein dramatisches Kapitel europäischer Geschichte: Nach der verheerenden Niederlage des bayerisch-französischen Heeres in der Schlacht bei Höchstädt 1704 musste Kurfürst Maximilian II. Emanuel ins Exil gehen, seine Lande wurden unter kaiserliche Verwaltung gestellt.
Während dieser Zeit ließen Kaiser Joseph I. und später Karl VI. in München Münzen prägen – Zeugnisse einer Epoche politischer Umbrüche und Machtverschiebungen. Erst der Frieden von Baden 1714 beendete die Reichsacht und ermöglichte die Rückkehr des Kurfürsten.
Dieses außergewöhnlich erhaltene Stück vereint historische Bedeutung und numismatische Seltenheit auf eindrucksvolle Weise.

Mehr im aktuellen Briefmarken- und Münzkatalog
Diese und weitere historische Zeitzeugen finden Sie in der aktuellen Ausgabe von „Sammeln aktuell“. Entdecken Sie besondere Stücke, die Geschichte greifbar machen.
Dabei wünschen wir Ihnen viel Spaß und freuen uns, schon bald von Ihnen zu hören.
Mit herzlichen Grüßen aus Estenfeld
Ihr Team der WAIGAND Sammlerwelt
Katalog entdecken Zum Münzshop

