#3 HISTORISCH & WISSENSWERT (November 2018)

3te Ausgabe unserer Rubrik „Historisch & Wissenwert“ mit spannenden Fakten und historischen Ereignissen aus der Welt der Briefmarken & Münzen.

1. November 1858
Neue Briefmarken für Österreich, die
 sogenannte Kaiserkopfausgabe

Durch die Änderung der Währung in Österreich, wurde die Conventionsmünze abgeschafft. Von nun an war ein Gulden 100 statt 60 Kreuzer wert. Damit verlor die erste Briefmarke Österreichs, die Wappenausgabe vom 1. Juni 1850, ihre Gültigkeit. Mit der Kaiserkopfausgabe aus dem Jahr 1858 wurden neue Briefmarken hergestellt, auf diesen war Kaiser Franz Joseph I. abgebildet. Die Marken der Kaiserkopfausgabe konnten bis zum 31. Mai 1864 verwendet werden, danach verloren sie ihre Gültigkeit.


Gestaltung der Marke
Die neue Ausgabe wurde mit Prägedruck aber ohne Bogenwasserzeichen produziert. Anders als bei ihrem Vorgänger wurden die Briefmarken mit Bogenzähnung K 14,5 gezähnt. Im Wert von drei Soldi kommt die Marke auch mit Linienzähnung vor. Das Papier war das gleiche wie das 1854 verwendete Maschinenpapier der Wappenausgabe 1850. Dieses wird auch Ladurner-Papier genannt.

 

5. November 1913
Ludwig III. wird letzter König von Bayern 
bis 1918

Am 8. November 1913 leistete Ludwig den Eid und wurde somit im Alter von 68 Jahren zum neuen und letzten König von Bayern. Er war zuvor seit dem Tod seines Vaters Luitpold im Jahr 1912 Prinzregent. Offiziell war sein Cousin Otto I. König, dieser war jedoch seit seiner Jugend geisteskrank und daher regierungsunfähig.

Ludwigs Leidenschaft war und blieb auch nach seiner Thronbesteigung die Landwirtschaft, weshalb er vom Volk auch „Millibauer“ (Milchbauer) genannt wurde. Durch seine bescheidene, gesellige Art wurde er schnell zum beliebtesten Prinzen der wittelsbacher Dynastie. Dies änderte sich als er König wurde, denn dem Volk fehlte die Ausstrahlung als weiser König und Vaterfigur.

Während des I. Weltkrieges wurde der König zunehmend unpopulär. Im Zuge der Novemberrevolution wurde Ludwig III. am 7. November 1918 als König abgesetzt. Damit endete die 738 Jahre anhaltende Herrschaft der Wittelsbacher Dynastie über Bayern. Nur 3 Jahre später, am 18. Oktober 1921 starb Ludwig in seinem Schloss Nádasdy in Ungarn.

 

9. November 1918
Ausrufung der Weimarer Republik –  
Deutschlands erste Demokratie

Ablösung der Monarchie

Als Weimarer Republik bezeichnet man die im Zuge der Novemberrevolution 1918 entstandene erste Demokratie Deutschlands. Am 09.11.2018 feiern wir den 100. Jahrestag der Ausrufung der Weimarer Republik. Durch die Ablösung der Monarchie und Umwandlung in eine parlamentarische Demokratie war Deutschlands erste Demokratie erschaffen. Die Monarchie wurde mit der Abdankung des Kaisers Wilhelm ll.  durch eine parlamentarische Demokratie ersetzt.

Die Zeit der Weimarer Republik ist in jeder Hinsicht ein sehr interessantes Gebiet, insbesondere für Sammler. Wenn Sie bereits Münzen aus dem Deutschen Reich besitzen, stellt dieses Gebiet eine attraktive und investitionswerte Erweiterung Ihrer Sammlung dar.

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11. November 1918
100 Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkrieges

Am 11. November 1918 endete der Erste Weltkrieg, der ab 1914 in Europa, im Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und Ozeanien geführt wurde. Insgesamt waren 40 Staaten beteiligt und etwa 17 Millionen Menschen verloren durch ihn ihr Leben.

Ausgelöst wurde er am 28. Juli 1914 durch die Ermordung des österreichischen Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand, dem sogenannten „Attentat von Sarajevo“. Da das Attentat mit der Regierung Serbiens in Verbindung gebracht wurde, folgte darauf die Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien. Das Deutsche Kaiserreich sicherte Österreich-Ungarn als Verbündeter seine bedingungslose Unterstützung zu.

Vier Jahre später wurde mit dem Vertrag von Compiègne ein Waffenstillstand geschlossen, der den Ersten Weltkrieg beendete. Der nun vergangene Krieg war bis dahin der umfassendste der Weltgeschichte. Seither wird er als Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts bezeichnet, denn er gilt als Nährboden für Faschismus und Nationalsozialismus und damit als Vorläufer des Zweiten Weltkrieges. Die Auswirkungen dieses Krieges zeigten sich nicht nur in der Beeinträchtigung des Lebensalltags, sondern auch in der Kunst und Literatur der darauffolgenden Weimarer Republik.

 

TV-TIPP: „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“
In acht Episoden erzählt die dokumentarische TV-Reihe „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“ vom größten Krieg, den die Menschheit bis dahin erlebt hatte. Aktuelle Sendetermine können Sie hier entnehmen.

Eine interaktive Webseite zur TV-Reihe erzählt die Mentalitätsgeschichte des Ersten Weltkriegs aus Sicht derer, die ihn miterlebt haben.